31. Oktober 2015

Rainy | Warum ich Wasser liebe

Hello Again!
Ich habe viel zu lange nicht mehr gemalt. Umzug, Uni, Job - Das erste Mal auf den eigenen Beinen stehen, die ersten Wochen in der Uni, und nicht zu vergessen das wunderschöne Wien, das noch immer zu entdecken gilt. Es sind momentan furchtbar viele neue Eindrücke, neue Inspirationen, die ich an dem neuen Ort sammle. Einen Ort, der einerseits mit seinem altmodischen, märchenhaften Charme magisch wirkt, und andererseits durch das pulsierende Stadtleben in mir Unruhe, Eile und das Gefühl von Vereinsamung auslöst. Es ist wirklich ambivalent. Ich liebe die Großstadt und vermisse meine liebe Kleinstadt. Ich bin fasziniert und überfordert zugleich. Ich fühle mich frei und doch - oder gerade deswegen - einsam. Versteht mich nicht falsch - ich bin sehr glücklich hier. Es ist nur noch alles sehr neu.
Als dieses Bild entstanden ist, war es ein regnerischer Tag. Der Regen kam mir gerade recht, denn irgendwie fand ich, dass er sehr gut meine Ambivalenz wiederspiegelte - kalt, traurig und düster auf der einen Seite, und sanft, anmutig und melodisch auf der anderen Seite. Ich liebe den Geruch von Regen und das sanfte prasselnde Geräusch.

Übrigens muss ich noch erwähnen, dass ich mich bei diesem Bild sehr stark an dem Bild Obstinate Impasse von der wunderbaren Künstlerin Agnes Cecile orientiert habe. Ich habe es mir nicht direkt als Vorlage genommen, sondern hatte das Bild noch im Hinterkopf und wollte etwas ähnliches ausprobieren. Dennoch sind die Parallelen nicht zu übersehen, oder? :)
Entsprechenderweise habe ich zum Thema ausschließlich mit Wasserfarben gemalt. Insgesamt habe ich ca. 4-5 Stunden am Colorieren gesessen, die Skizze hat nicht lang gedauert (20 min?) Ich finde nach wie vor, dass Aquarell definitiv nicht meine größte Stärke ist, aber leider liebe ich nun einmal Wasser.
Seit ich ein kleines Kind war, liebte ich die Nordsee und den gelben Fluss, wo meine Eltern und ich häufig hingefahren sind - für mich war das Meer immer das schönste, was die Natur zu bieten hatte. Ich war fasziniert von der Einsamkeit, der Unendlichkeit, der niemals stoppenden, rhythmischen Bewegung der Wellen, der Ruhe und der Wildheit zugleich (und bin es immer noch). Aber es war ja nicht nur das Meer. Wo kein Meer, Fluss, Wasser ist, fühle ich mich nicht recht wohl - Ein seltsamer Tick von mir. 
Mittlerweile fahre ich mehrmals wöchentlich an der Donau entlang oder über die Donau. Wie glücklich mich dieser Anblick immer und immer wieder macht!


Die letzten beiden Aufnahmen haben leider einen Blaustich, den ich auch so nicht wegbekomme, ohne die Farben des Motivs zu verfälschen. Die Farben sind auf den ersten Bildern deutlich näher am Original, als die letzten beiden.
Wie gefällt es euch?

Liebe Grüße
Aurora

Kommentare:

  1. Das Bild erinnert mich an Deena, einen Buchcharaktet aus dem Projekt an dem ich momentan plane. :)
    Wieder sehr schön gelungen!

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  2. Wow, wie schön! Ich bin begeistert. :)
    Ich wünsche Dir noch eine tolle Woche!
    Liebe Grüße,
    Marlene von marlene-bloggt.blogspot.com

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